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Update aus der Beta · 28. August 2026

Nextcloud, ownCloud und pCloud — direkt angebunden.

Liebe Belegjäger und -sammlerinnen, PaperPeace spricht jetzt WebDAV: Nextcloud, ownCloud und jeder Server, den ihr selbst betreibt, lassen sich direkt als Speicherort einrichten — ohne Programm des Anbieters, auf iPhone, iPad und Mac. Dazu ist pCloud hinzugekommen. Und weil seit 1.8 acht TestFlight-Builds erschienen sind, steht darunter noch einiges mehr.

Version 1.8 ist am 6. August in die Beta gegangen. Seitdem haben wir acht weitere Builds ausgeliefert — 155, 156, 157, 158, 161, 166, 167 und 168 —, und in Summe stecken darin mehr Änderungen als in mancher Version davor. Der Schwerpunkt hat sich dabei verschoben: Die ersten Builds haben nachgelegt, was in 1.8 noch fehlte; die letzten haben aufgeräumt, was uns eure Rückmeldungen gezeigt haben. Fangen wir mit dem an, was die Liste der Speicherorte betrifft.

Nextcloud, ownCloud und jeder eigene WebDAV-Server

Das ist die Neuerung, auf die am längsten gewartet wurde: Wer sein Archiv auf einem selbst betriebenen Server liegen hat — eine Nextcloud beim Hoster, eine ownCloud in der Firma, ein WebDAV-Dienst auf der Synology oder QNAP —, kann PaperPeace jetzt direkt dorthin richten.

Neben „NAS (SMB)" steht in der Speicherort-Auswahl jetzt eine eigene Karte WebDAV — für den Fall, dass euer Archiv auf einem Server liegt, den ihr selbst betreibt. Ohne Programm des Anbieters auf dem Gerät, ohne Umweg über einen Ordner, der sich hinter PaperPeaces Rücken abgleicht. Unterstützt sind Nextcloud, ownCloud (klassisch), ownCloud Infinite Scale und jeder andere Server, der WebDAV spricht. Wie ihr ein NAS einrichtet — per SMB oder WebDAV, mit den Eigenheiten von Synology und QNAP —, steht Schritt für Schritt im NAS-Ratgeber.

Der Dialog „WebDAV verbinden“ mit der Auswahl des Server-Typs Nextcloud, dem Feld für Server und Port, der daraus zusammengesetzten WebDAV-Adresse, den Feldern für Benutzername und Passwort und dem Hinweis, dass keine Zugangsdaten an PaperPeace übertragen werden
Server-Typ wählen, Adresse eintragen — den Rest der WebDAV-Adresse setzt PaperPeace selbst zusammen und zeigt sie darunter an.

Ihr gebt die Adresse eures Servers ein, dazu Benutzername und Passwort — bei Nextcloud und ownCloud am besten ein App-Passwort, bei aktiver Zwei-Faktor-Anmeldung ist es zwingend — und wählt danach den Ordner wie bei jedem anderen Dienst, samt Prüfung, ob PaperPeace dort wirklich schreiben darf. Für Nextcloud und ownCloud genügt der Servername; den Rest der WebDAV-Adresse setzt PaperPeace selbst zusammen. Und wenn etwas nicht passt, sagt die Meldung, was zu tun ist: dass die Adresse der Weboberfläche nicht die WebDAV-Adresse ist, dass am Ende euer Benutzername fehlt, dass euer Konto ein App-Passwort braucht, oder dass PaperPeace auf dem gewählten Ordner nur lesen darf.

Die Verbindung läuft direkt zwischen eurem Gerät und eurem Server — nichts davon geht über unsere Systeme, und eure Zugangsdaten erreichen uns nie. Sie liegen im Schlüsselbund des Geräts, nicht in einer Konfigurationsdatei, und wandern weder in ein Backup noch auf ein neues Gerät. Eine unverschlüsselte Adresse (http://) ist möglich, wird aber benannt, wie sie ist: im eigenen Netzwerk vertretbar, außerhalb nicht. Ein Server, dessen Zertifikat sich nicht überprüfen lässt, wird abgelehnt.

Dazu ist pCloud hinzugekommen. Die Karte stand schon in der Auswahl, ließ sich aber nicht anmelden — die Freigabe bei pCloud fehlte. Sie liegt vor, und damit steht pCloud neben Dropbox, Google Drive und OneDrive: anmelden, Ordner wählen, fertig. In welchem Rechenzentrum euer Konto liegt, müsst ihr nicht wissen — pCloud betreibt zwei, eines in den USA und eines in der EU, und sagt bei der Anmeldung selbst, wohin euer Konto gehört. Euer Passwort sieht die App dabei nie; sie bekommt nur einen Zugangsschlüssel, den ihr in eurem pCloud-Konto jederzeit zurückziehen könnt.

Der Dialog „pCloud-Ordner wählen“ mit dem Hauptverzeichnis, dem darin liegenden Ordner PaperPeace, einem Feld zum Anlegen eines neuen Ordners und dem Knopf „Diesen Ordner verwenden“
Nach der Anmeldung wählt ihr den Ordner — bei pCloud wie bei jedem anderen Dienst.
Warum das alles noch „1.8" heißt

Der aktuelle Stand ist 1.8 (Build 168). Die Versionsnummer steht seit Anfang August still, obwohl acht Builds erschienen sind — und das ist Absicht: Jeder Sprung auf eine neue Versionsnummer geht durch ein Apple-Review. Ein Review kostet Tage, in denen nichts bei euch ankommt, und bei einem Notfall-Build wie 168 sind das genau die Tage, die wehtun. In der Beta zählt deshalb die Build-Nummer, nicht der Name davor. Ihr findet sie in TestFlight direkt unter „PaperPeace" und in der App unter Einstellungen → Über. Wenn hier von „seit Build 161" die Rede ist, ist das gemeint.

Passwortgeschützte PDFs kommen an, statt leer zu bleiben

Der Kontoauszug, den eure Bank mit einem Passwort verschickt, war für PaperPeace bisher ein leeres Dokument: leere Vorschau, leere Kachel, kein Text — und die Analyse hakte ihn als fertig ab, weil er ja „keinen Text" hatte. PaperPeace erkennt so eine Datei jetzt als das, was sie ist, und sagt es auch: In der Bibliothek steht „passwortgeschützt" statt einer leeren Kachel, und solange das Dokument geschützt ist, wandert sein Inhalt in keine Vorschau und in keine Texterkennung.

Beim Import fragt ein Dialog nach dem Passwort. Wichtig dabei: Abbrechen wirft die Datei nicht weg — sie landet trotzdem in der Bibliothek, nur eben als geschützt markiert, und ihr könnt das Passwort später am Dokument nachholen. Wer zwölf Kontoauszüge mit demselben Passwort importiert, wird einmal gefragt: Das zuletzt akzeptierte Passwort wird an der nächsten geschützten Datei still geprüft, bevor es benutzt wird. Auf Wunsch merkt sich die App eines dauerhaft.

Und ihr könnt den Schutz dauerhaft entfernen — auch bei einem Dokument, das längst abgelegt ist. Das Angebot stand vorher in jedem Dialog, ausgeführt wurde es aber nur beim Import: In der Bibliothek bestätigtet ihr eine unumkehrbare Aktion, und es passierte nichts. Jetzt passiert es, und die neu geschriebene Datei wird vor der Übernahme wieder geöffnet und geprüft. Damit haben auch „Seiten verwalten" und „Ausfüllen & Unterschreiben" einen Weg — beide brauchen ein PDF ohne Schutz, sagten das bisher aber nur als Aufforderung ohne Knopf. Ein gelöschtes Dokument hinterlässt kein Passwort, weder gespeichert noch im Arbeitsspeicher.

Sidecars verschwinden aus euren Ordnern

Diese Änderung greift am tiefsten von allen acht Builds — und sie ist beim ersten Start von Build 161 an euch vorbeigezogen. PaperPeace legte neben jedes Dokument bisher drei Begleitdateien: eine .md mit euren Angaben, eine .ocr.json mit dem erkannten Text und eine .lock als Bearbeitungssperre. In euren Ordnern kamen damit auf jedes Dokument drei Dateien, die euch nichts angehen — im Finder, im Web-Zugang eures Servers, in jeder Dateiliste. Sie liegen jetzt zusammen in _Meta/Sidecars/, benannt nach der Kennung des Dokuments. Eure Dokumente selbst haben sich dabei nicht bewegt.

Der Umzug lief einmal, beim ersten Start, als Vollbildanzeige mit Fortschritt. Er wurde angesagt, nicht zur Wahl gestellt: Die App liest ab dieser Fassung nur noch die neue Ablage, und ein halb umgezogener Zustand wäre der einzige, in dem etwas verlorengehen könnte. Bei einer großen Bibliothek auf einem entfernten Server hat das gedauert — bei 13.000 Dokumenten gut eine halbe Stunde. Ein Abbruch war ungefährlich; der nächste Start hat weitergemacht, wo er aufgehört hatte.

Was ihr davon habt, geht über die aufgeräumte Ordneransicht hinaus. Ein Dokument behält jetzt seine Identität, auch wenn ihr es umbenennt oder in einen anderen Ordner schiebt — vorher war sein Ablageort seine Identität, weshalb ein Umsortieren am Server auf den anderen Geräten als Löschen-und-neu-Anlegen ankam. Und der erkannte Text steht nur noch an einer Stelle statt an zweien: Er machte rund 94 % der Bytes einer Beschreibungsdatei aus, also lud jede Änderung an einem Schlagwort den kompletten Text erneut hoch. Jetzt sind es ein paar hundert Byte.

Ehrlich dazugesagt: Der Umzug hat auch etwas gekostet. Welche Beschreibungsdatei zu welchem Dokument gehört, steht jetzt als Angabe in der Datei und nicht mehr im Dateinamen daneben. Der Text unter „Entdecken → Offenes Format" sagt das inzwischen auch so.

Der Abgleich wurde schnell

Bisher ging jede Datei einzeln und nacheinander zum Server. Ein Papierkorb mit 29 Dokumenten waren rund 80 Einzelbefehle, ein Import von 50 Dokumenten 100 Uploads im Gänsemarsch — und bei einem entfernten Server wartet ihr dabei jedes Mal auf die Antwort. Löschen, Hochladen und Verschieben werden jetzt zu einem Auftrag gebündelt und laufen nebenläufig; wie viele gleichzeitig, richtet sich nach dem Dienst, denn Google Drive drosselt hart und ein NAS im eigenen Netz verträgt viel. Die Buchhaltungsdatei, die den Abgleich trägt, wurde dabei bis zu achtzigmal komplett neu geschrieben — jetzt einmal.

Dazu drei Stellen, an denen PaperPeace unnötig gearbeitet hat. Wer ein Dokument löschte und danach den Papierkorb leerte, ließ die App erst die Datei auf dem Server in den Papierkorb-Ordner verschieben und sie dort gleich darauf löschen — die Hälfte aller Befehle für einen Ort, den es Sekunden später nicht mehr gab. Der Reparaturlauf fragte den Server für jeden offenen Verschiebe-Vermerk einzeln: vierzig Vermerke gegen einen Server mit einer Sekunde Antwortzeit sind über eine Minute, und zwar bei jedem Abgleich neu. Und der KI-Tab lud die halbe Bibliothek herunter — bei jedem Öffnen: Die Lernstatistik dekodierte für drei Balkendiagramme jede Textdatei der Bibliothek, auf einem Cloud-Speicher also 13.000 Downloads für eine Zahl und zwei Histogramme. Jetzt: null.

Nebenbei ist der Papierkorb flach geworden. Ein gelöschtes Dokument spiegelte bisher seinen kompletten Ordnerpfad unter _Deleted/ nach, mit allen Zwischenordnern, die danach leer stehenblieben. Es liegt jetzt direkt darunter, unter seiner Kennung. Am Wiederherstellen ändert sich nichts.

Ihr seht jetzt, was gerade läuft

Bisher gab es nur einen Punkt dafür, ob der Server antwortet — nicht dafür, ob gerade etwas läuft. In der Seitenleiste erscheint jetzt neben dem Punkt ein kleiner Ring, solange übertragen wird; ein Klick öffnet eine Übersicht. Auf dem iPhone steht sie im Menü über dem Bibliothekstitel, in den Einstellungen unter „Speicher" ohnehin. Angezeigt wird nur, was wirklich passiert — ein Abgleich, der bloß nachsieht und nichts überträgt, erscheint nicht, sonst stünde bei jedem Öffnen der App „4.200 von 13.000", ohne dass eine einzige Datei bewegt würde. Und wo es keine ehrliche Gesamtzahl gibt, steht auch keine: beim Hochladen ist sie bekannt, beim Herunterladen nicht.

Wichtiger noch ist der umgekehrte Fall. Ein Dokument sagt jetzt selbst, wenn eine Änderung nicht angekommen ist: die Kachel trägt eine Marke am Fuß der Vorschau, in der Liste ist es eine anklickbare Zeile, die den Sync-Status öffnet. Eine Datei, die still nie synchronisiert, ist schlimmer als ein Hinweis zu viel. Wo PaperPeace den Grund kennt — etwa eine Datei, die euer Server gerade selbst gesperrt hält —, steht er dort statt eines allgemeinen Satzes.

Und eine Bearbeitung, die nicht gespeichert werden konnte, überlebt jetzt den Neustart. Antwortete euer Speicherort im Moment des Speicherns nicht, blieb der Entwurf allein im geöffneten Editor und war weg, sobald das System die App beendete. Er liegt jetzt auf dem Gerät und wird von selbst nachgeholt, sobald der Speicherort wieder da ist — auch ohne dass das Dokument noch offen ist, und auch nach einem Neustart. Er verfällt nicht.

Die Analyse bleibt nicht mehr stehen

Nach einem größeren Import blieben fast alle Dokumente in „Ausstehende Analyse", obwohl sie sichtbar schon Typ und Korrespondent trugen; der Fortschrittsbalken fror bei vier oder fünf ein, während die Dateinamen weiterliefen. Betroffen war jede Bibliothek, die sich zwischen Geräten abgleicht — iCloud, NAS, ein Cloud-Ordner —, lokal trat es nie auf.

Dahinter steckte eine Rückkopplung. Vor dem Einsortieren wartete PaperPeace darauf, dass sich in der Bibliothek zwei Minuten lang nichts mehr ändert. Diese Messung konnte aber die eigenen Schreibvorgänge der App nicht von denen eines anderen Geräts unterscheiden — jede Analyse stellte also die Uhr wieder auf null, die sie danach selbst abwarten musste. Pro Zwei-Minuten-Runde kamen so nur wenige Dokumente durch, Texterkennung jedes Mal von vorn.

Die Uhr ist ersatzlos weg. An ihre Stelle tritt eine Zuständigkeit: Ein Dokument merkt sich, welches Gerät zuletzt daran gearbeitet hat, und im Hintergrund nimmt sich jedes Gerät nur das, was ihm zusteht — die eigenen Dokumente, herrenlose (etwa aus dem Mail-Import) und die eines Geräts, das nachweislich nicht mehr arbeitet. Damit hört nicht nur das Hungern auf, es wird auch nicht mehr dieselbe Arbeit auf drei Geräten gleichzeitig gemacht. In der Bedienung ändert sich für euch nichts: Wer vor dem Gerät steht, darf immer — „Neu analysieren", „Texterkennung nachholen" und der Anstoß aus der Auswahl fragen nach keiner Zuständigkeit, sondern machen dieses Gerät zuständig.

Ein ausgeschaltetes NAS nimmt euch nicht mehr die Bibliothek weg

War das NAS aus, die Cloud offline oder der Ordner gerade nicht eingebunden, ersetzte PaperPeace die komplette Bibliothek durch einen Hinweisbildschirm — obwohl der Katalog auf dem Gerät liegt und die Liste damit vollständig da war. Man sah sie nur nicht: Kurzbefehle konnten im selben Moment Dokumente aufzählen, die die App selbst verweigerte anzuzeigen.

Die Bibliothek bleibt jetzt stehen, und gesagt wird es dort, wo es wirklich klemmt — beim Dokument, das sich nicht holen lässt, beim Scan, der nirgends landen kann, beim Papierkorb, der gerade nicht endgültig löschen kann. Den Vollbild-Hinweis gibt es nur noch aus einem einzigen Grund: einem bestätigten Anmeldeproblem, das sich nirgends sonst in der App lösen lässt. Vorsorglich ausgegraut wird dabei nichts — ihr dürft es versuchen, und wenn es nicht geht, erfahrt ihr es an der Stelle. Was ihr in diesem Zustand an PaperPeace teilt, geht nicht mehr verloren: Es wird geparkt und nachgeholt, sobald der Speicherort wieder da ist.

Wenn euer Bibliotheksordner verschwindet

Bisher konnte euer Ordner am Speicherort gelöscht werden, ohne dass irgendetwas darauf hindeutete: Die Anzeige blieb grün, die Bibliothek sah vollständig aus, und erst beim Öffnen eines Dokuments kam „PDF konnte nicht geladen werden". Im schlimmsten Fall wurde der lokale Zwischenspeicher dabei geleert — und für ein bereits geladenes Dokument war das die letzte Kopie.

Drei Dinge liefen zusammen. Die Prüfung fragte den Server, nicht den Ordner: „Konto erreichbar, Passwort stimmt" beantwortet nicht, ob es eure Bibliothek noch gibt. Sie liest jetzt den Ordner selbst. PaperPeace legte den fehlenden Ordner selbst wieder an — beim Hochladen, beim Verschieben, bei der Schreibprüfung, jeweils als Nebenwirkung; der Ordner war nach dem Löschen binnen einer Minute zurück, leer, und von einer Bibliothek, die ihr selbst geleert habt, nicht mehr zu unterscheiden. Solange die Bibliothek nicht auffindbar ist, wird an den Speicherort jetzt nichts geschrieben. Und der Schutz, der den Katalog rettet, war stumm: Findet ein vollständiger Durchlauf keine einzige Datei, während der Katalog Dokumente kennt, entfernt PaperPeace nichts — richtig so, aber niemand erfuhr davon. Ein Hinweis über der Bibliothek nennt jetzt die Zahl und führt zu „Fehlende Einträge entfernen". Gelöscht wird weiterhin nichts von allein.

Eine Auswahl übersteht jetzt, was ihr mit ihr macht

Habt ihr mehreren Dokumenten auf einmal einen Typ oder einen Korrespondenten zugewiesen, war die Auswahl danach hinüber — und zwar unsichtbar: Oben stand weiter „12 ausgewählt", während die nächste Sammelaktion nur noch das eine Dokument traf, das ihr zuletzt angetippt hattet. Der Grund war die Kombination aus beidem: Typ und Korrespondent sortieren die Dokumente neu ein, und die Auswahl merkte sich jedes Dokument an seinem Pfad — also genau an dem, was das Einsortieren umschreibt. Bei Tags, Status und Person trat es nie auf, weil die nichts verschieben; das war die ganze Asymmetrie hinter „nur manchmal".

Die Auswahl folgt ihren Dokumenten jetzt durch das Einsortieren hindurch und bleibt nach einer Sammelaktion bestehen, statt sich zu beenden. Ihr könnt denselben Dokumenten hintereinander Typ, Korrespondent und Tags geben, ohne sie jedes Mal neu zusammenzuklicken. Wandert ein Dokument dabei aus der Ansicht, in der ihr gerade seid, bleibt es ausgewählt, ohne sichtbar zu sein — wie im Finder.

Das Kontextmenü zeigt außerdem endlich die Auswahl und nicht mehr das angeklickte Dokument. Typ, Korrespondent, Tags, Personen und Status waren nach der einen Zeile angehakt, obwohl die Aktion auf alle wirkt; jetzt steht dort, was für die ganze Auswahl gilt — Haken für alle, Strich für „bei einigen", und ein Klick auf einen Strich setzt den Wert auf alle. „Geprüft" und „Abgehakt" hießen aus demselben Grund mal so und mal anders herum; bei gemischter Auswahl gibt es jetzt „Prüfstatus" und „Abhakstatus" mit beiden Richtungen ausgeschrieben.

Eine Ablageregel für viele Dokumente auf einmal

Bisher ging das nur Dokument für Dokument im Editor. „Ablageregel setzen …" steht jetzt dort, wo auch „Verschieben nach …" steht — im Kontextmenü, in der Auswahlleiste und im Menü „Dokument" auf dem Mac —, weil beide dieselbe Frage beantworten: wo soll das liegen.

Bevor etwas passiert, nennt ein Blatt die Zahlen: wie viele Dokumente bewegt oder umbenannt werden, wie viele schon richtig liegen, wie viele gerade in Bearbeitung sind und deshalb unberührt bleiben, und wie viele ihr von Hand einsortiert hattet — die kommen nur mit, wenn ihr es ausdrücklich ankreuzt. Genau die Dokumente, die diese Zahlen beschreiben, werden angefasst und keine anderen. Während der Umzug läuft, seht ihr das; danach steht da, was passiert ist, einschließlich dessen, was nicht geklappt hat.

„Übernehmen & Struktur behalten" — jetzt auch auf NAS und in der Cloud

Richtet ihr PaperPeace auf einem Speicher ein, in dem schon Dokumente liegen, nennt euch das Angebot die gefundene Zahl und empfiehlt diese Option. Auf einer direkt angebundenen Cloud und einem NAS tat sie danach aber nichts: Ihr habt bestätigt und eine leere Bibliothek bekommen, ohne Fehlermeldung. Sie macht jetzt dasselbe wie bei einem Ordner auf dem Gerät — eure Dateien bleiben, wo sie sind, werden weder verschoben noch umbenannt, und PaperPeace legt nur seine Begleitdateien dazu.

Heruntergeladen wird dabei nichts. PaperPeace sieht erst nach, was auf eurem Speicher liegt — das kann bei vielen Dokumenten eine Weile dauern, ihr seht währenddessen „Bibliothek wird gelesen" —, und übernimmt danach allein anhand der Dateinamen. Auch eine Bibliothek mit Tausenden Dokumenten kostet dabei kein einziges übertragenes Dokument. Nicht dabei ist weiterhin „Importieren & einsortieren": Diese Option verschiebt und benennt um, braucht die Dateien also wirklich, und sie sagt das an ihrer Karte.

Auf dem Mac

Es gibt jetzt zwei Dokument-Menüs — und immer nur eines davon. In der Liste heißt es „Dokumente" und wirkt auf das, was ihr dort ausgewählt habt. Sobald ein Dokument offen ist, tritt „Dokument" an seine Stelle und wirkt auf genau dieses eine. Vorher gab es ein einziges Menü, das mal das eine und mal das andere meinte, ohne dass man es ihm ansah — und Einträge wie „Alle Dokumente auswählen" standen auch dann da, wenn sie gar nichts bedeuten konnten. Weil immer nur ein Menü existiert, gehören auch die Tastenkürzel eindeutig einem: ⌘⌫ wirft in der Liste die Auswahl weg und im Editor das offene Dokument. Bei offenem Dokument war dieses Menü übrigens vollständig ausgegraut; was sich doch auslösen ließ, fragte nicht nach.

Der Inspektor lässt sich breiter ziehen — an seiner linken Kante sitzt ein Griff, ein Doppelklick setzt zurück, und die Breite gilt nur für dieses Gerät, weil ein 13-Zoll-Notebook und ein 34-Zoll-Monitor Verschiedenes wollen. Dazu schlägt der Editor jetzt zehn Werte vor statt fünf (in der Filterleiste bleibt es bei fünf, damit sie schmal bleibt), und „Mehr…" heißt nur noch „Mehr…", wenn es wirklich noch etwas Ungezeigtes gibt.

Und: Dokumente ließen sich nur in Finder und Apple Mail ziehen. In andere Apps — Thunderbird, Claude, alles, was nicht von Apple gebaut ist — bot der Mac beim Darüberziehen gar kein Ablegen an, weil PaperPeace die Datei bis zum Ablegen nur versprochen hat. Ein gezogenes Dokument benennt jetzt zusätzlich seinen fertigen Pfad, damit jede App es annehmen kann; kopiert wird dafür nichts. Nur wenn seine Daten noch gar nicht auf dem Gerät liegen, bleibt es beim alten Verhalten — besser, als eine leere Datei anzuhängen.

Eine Person pro Dokument — und ihr Name darf ein Komma haben

„Müller, Anna" ließ sich bisher nicht eingeben: Das Komma war verboten, weil das Personenfeld als Aufzählung gelesen wurde und aus dem einen Namen sonst zwei geworden wären. Damit war ausgerechnet die Schreibweise gesperrt, die in einem Dokumentenarchiv am nächsten liegt. Das Feld trägt jetzt einen Namen, so wie er geschrieben wurde — das Verbot entfällt, und die Person wird wie der Korrespondent ausgewählt: eine pro Dokument, in Auswahl, Kontextmenü und Mehrfachauswahl. Wer bisher mehrere Personen an einem Dokument stehen hatte, findet dort einen zusammengesetzten Eintrag; an den Dateien ändert sich nichts, und geraten wird auch nichts.

Und außerdem

Eine neu eingerichtete Bibliothek legt direkt in eurem Ordner ab — ohne Processed/ davor. Die Standardvorlage lautet jetzt Typ/Korrespondent/Jahr. An bestehenden Bibliotheken ändert sich dadurch nichts: Ihre Struktur steht in der Bibliothek selbst; wer sein Processed/ hat, behält es samt aller Dokumente. Passend dazu verschwindet ein leer gewordener Ordner jetzt vollständig, bis zu eurem Ordner hinunter — vorher blieb die oberste Ebene immer stehen, und seit die oberste Ebene der Typ ist, sammelte sich bei jedem Typwechsel ein leerer Rechnung/, Kündigung/, Arztbrief/ mehr an.

Mehr als 20 Dokumente auf einmal an PaperPeace teilen geht wieder: Wer in Dateien oder Fotos mehr als 20 Elemente auswählte, fand PaperPeace im Teilen-Menü gar nicht erst als Ziel — es verschwand kommentarlos. Die Grenze stammte aus der Anfangszeit der Teilen-Erweiterung und hatte keinen technischen Grund. Der Ordnerbaum in der Seitenleiste zeigt jetzt eure Ordner, nicht die aus dem Katalog gerechneten: Ein frisch angelegter Ordner blieb bisher unsichtbar, bis etwas hineinfiel. Zurückgestellte Duplikat-Nachfragen findet ihr unter Einstellungen → „Texterkennung & Analyse" wieder, statt sie bis zum nächsten Lauf zu verlieren. Und ein gedrehtes iPhone wirft euch nicht mehr aus dem geöffneten Dokument — auf den Plus- und Max-Modellen genügte eine Drehung ins Querformat, um mitten im Lesen ganz oben in der Bibliothek zu landen, weil diese Geräte im Querformat die Breite eines iPads melden.

Beim Bearbeiten von Seiten wird das Ergebnis jetzt am Original geprüft, nicht an der Seitenzahl. „Seiten verwalten" und „Aufteilen" bauen ein Dokument neu auf und werfen die Vorlage weg; geprüft wurde davor nur, ob sich das Ergebnis öffnen lässt und gleich viele Seiten hat — ein leer gerendertes Dokument kam also durch, und weg war die einzige Kopie. Verglichen wird jetzt jede Ausgabeseite mit genau der Quellseite, aus der sie stammt.

Und die Demo-Bibliothek war leer, ohne es zu melden: Die mitgelieferte Beispielbibliothek lag noch in der Ablage von vor dem Umzug, und die App ging an allem vorbei. Sie richtet sich jetzt von selbst wieder ein, wenn sie nicht mehr zu der Fassung passt, die die App mitbringt — und folgt derselben Standard-Ablage wie eine echte neue Bibliothek.

Zwei Wochen Aufräumen: was still kaputt war

Die Builds 166 und 167 waren keine Funktions-Builds, sondern die Aufarbeitung von zwei Prüfdurchgängen über den Bestand. Der Schwerpunkt lag dort, wo etwas als erledigt galt, das nie stattgefunden hat — die unangenehmste Sorte Fehler, weil nichts darauf hinweist.

Die Volltextsuche verlor Dokumente auf euren anderen Geräten. Habt ihr an einem Dokument etwas geändert, fand das Gerät, an dem ihr gearbeitet habt, es weiterhin über seinen Inhalt — jedes andere Gerät derselben Bibliothek aber nicht mehr: Dort verschwand der erkannte Text aus dem Suchindex, still und ohne Meldung. Das Dokument selbst war nie in Gefahr. Behoben; bereits verlorene Texte kommen von selbst zurück, sobald ihr das Dokument das nächste Mal bearbeitet — oder auf einen Schlag über „Suchindex neu aufbauen".

Ein Dokument konnte als „analysiert" gelten, ohne dass je etwas gelesen wurde. Ließ sich eine PDF-Datei nicht öffnen — beschädigt, ungewöhnlich aufgebaut, unvollständig übertragen — und war sie dabei nicht als passwortgeschützt erkennbar, behandelte PaperPeace das leere Ergebnis wie ein echtes: Das Dokument stand auf „fertig", trug keinen Text und kam nie wieder in die Warteschlange. Solche Dokumente bleiben jetzt auf „noch nicht analysiert" und werden erneut versucht.

Kein einziger Treffer in der Spotlight-Suche hatte je ein Vorschaubild. PaperPeace setzte den Dateinamen des zwischengespeicherten Bildes von Hand zusammen — seit einer internen Umbenennung traf dieser Name keine einzige Datei mehr.

Zwei Geräte, die nacheinander aktualisiert wurden, legten für dasselbe Dokument zwei Beschreibungsdateien an. Habt ihr zuerst ein Gerät auf Build 161 gebracht und ein zweites erst später, während es mit der alten Version weiterlief, vergab das zweite beim Umzug für viele Dokumente eine eigene Kennung — es konnte die des ersten noch nicht sehen. Die Bibliothek zeigte danach jedes Dokument genau einmal, wie es soll; im Ordner _Meta/Sidecars aber lagen für Hunderte Dokumente zwei Dateien. Zweimal behoben: Der Umzug vergibt die Kennung jetzt so, dass zwei Geräte unabhängig voneinander dieselbe vergeben, und was schon doppelt liegt, räumt der Abgleich von selbst weg. Text geht dabei nirgends verloren.

Dazu: Gelöste Einstellungen kamen zurück — wurde dasselbe Dokument auf zwei Geräten bearbeitet, schrieb das unterlegene Gerät für drei Angaben seine eigenen alten Werte nach, sodass ein gelöster Ablageort wiederkehrte. Eine Erinnerung an ein gelöschtes Dokument konnte trotzdem klingeln. Wiederherstellen aus dem Papierkorb konnte stumm scheitern, wenn der Zielname inzwischen belegt war; jetzt bekommt das Dokument den nächsten freien Namen. Auf Speicherorten, die Groß- und Kleinschreibung unterscheiden, war ein Dokument im Papierkorb nicht mehr zu öffnen, wenn seine Datei .PDF hieß. Und die Einstellungsdatei konnte als Ganzes verworfen werden — mit ihr alle eigenen Schlagwörter und Typen dieser Sprache —, weil sie zwei Angaben verlangte, die im Code längst als Altlast geführt werden.

Der Notfall-Build

Build 168 ist am 26. August außer der Reihe rausgegangen. In den Builds 166 und 167 zeigte jedes auf dem iPhone oder iPad importierte Dokument „PDF konnte nicht geladen werden" — egal über welchen Weg importiert. Das Dokument erschien in der Bibliothek, ließ sich öffnen, zeigte unter „Text" auch den erkannten Inhalt, aber die Seite selbst blieb leer.

Eure Dateien waren nie in Gefahr. Das PDF lag die ganze Zeit unversehrt an der richtigen Stelle. Falsch war nur die Adresse, die PaperPeace sich dazu notiert hat: Rechnung.pdf statt Versicherung/2026/Rechnung.pdf — also der Dateiname ohne den Ordner. Die Ursache ist eine Feinheit des Betriebssystems: PaperPeace legt die Adresse eines Dokuments fest, bevor die Datei geschrieben wird — das ist Absicht und schützt eine gerade ankommende Datei vor einer parallel laufenden Aufräumung. Beim Vergleich zweier Pfade kürzt das System einen technischen Vorsatz aber nur dann weg, wenn der Pfad schon auf etwas Vorhandenes zeigt. Für den Speicherort galt das, für die noch nicht geschriebene Datei nicht. Auf dem Mac konnte das nicht auftreten.

Bereits beschädigte Dokumente werden automatisch repariert. Beim ersten Start von Build 168 sucht PaperPeace die betroffenen Dokumente und trägt den richtigen Ordner nach — in der Beschreibungsdatei, damit auch eure anderen Geräte davon erfahren. Ihr müsst nichts tun. Die Reparatur ist vorsichtig: Sie fasst nur Dokumente an, deren notierte Adresse tatsächlich ins Leere zeigt; gibt es mehrere Dateien desselben Namens in verschiedenen Ordnern, entscheidet der Inhalt und nicht die Reihenfolge; und was sich nicht zweifelsfrei zuordnen lässt, bleibt unverändert stehen, statt geraten zu werden. Auf einer gesunden Bibliothek kostet der Durchgang eine einzige Abfrage.

Im selben Build behoben: Beim Import einer Datei, die ihr schon habt, stellte sich die Nachfrage zweimal — und beim zweiten Mal ging eure Antwort ins Leere. „Beide behalten", nichts passierte, kein neues Dokument, keine Fehlermeldung. Dahinter stand ein Schutz für den Fall, dass ihr ein Nachfrage-Blatt wegwischt, statt zu antworten; bei zwei Nachfragen kurz hintereinander beantwortete er die falsche. Und die zweite Nachfrage gibt es jetzt gar nicht mehr: Bei ein und derselben Datei sind Prüfsumme und Textvergleich nicht zwei Funde, sondern zweimal derselbe. Bei einem Dokument, das nicht byte-gleich, aber inhaltlich ähnlich ist — ein neuer Scan desselben Briefes —, fragt PaperPeace unverändert nach. Dafür ist die Prüfung da.

Bitte alle Geräte auf Build 168 bringen

Das ist die einzige Bitte in diesem Beitrag, und sie ist wichtig. Ein Gerät, das noch auf Build 166 oder 167 läuft, erzeugt dort weiter Dokumente mit der falschen Adresse — die Reparatur auf eurem aktualisierten Gerät räumt zwar hinterher, aber es ist unnötige Arbeit für alle Beteiligten. Und generell gilt seit dem Umzug in Build 161: Aktualisiert eure Geräte möglichst zusammen. Ein Mac, der noch tagelang auf einem älteren Build weiterläuft, während das iPhone schon umgezogen ist, ist genau die Konstellation, aus der die doppelten Beschreibungsdateien entstanden sind. Öffnet einfach TestFlight und aktualisiert PaperPeace auf jedem Gerät.

Diese acht Builds sind fast vollständig aus euren Rückmeldungen entstanden — aus Discord-Meldungen, Support-Anfragen und ein paar sehr geduldigen Beta-Testern, die uns Bibliotheken mit Tausenden Dokumenten beschrieben haben, an denen wir sonst nie etwas gemessen hätten. Fehler meldet ihr am besten in unserem Discord oder per Support-Anfrage, eure Wünsche kommen in die Ideenkiste. Danke fürs Melden, fürs Nachhaken und fürs Dranbleiben.

Timo

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